E 625 - Magnesiumdiglutamat

E 625 - Magnesiumdiglutamat

Die Bezeichnung E 625 steht für den Geschmacksverstärker Magnesiumdiglutamat (englisch: magnesium diglutamate).

Magnesiumdiglutamat ist ein Abkömmling des Glutamats (E 620). Glutamat wiederum ist ein umstrittener Zusatzstoff. Befürworter stufen ihn auch beim Verzehr größerer Mengen als harmlos ein, Gegensprecher sind jedoch davon überzeugt, dass regelmäßiger Gebrauch großer Mengen Glutamat sich negativ auf das Gehirn auswirken und zu Übergewicht führen kann.

Aktuell wurden noch keine der beiden Studien bestätigt, jedoch ist eine appetitfördernde Wirkung von Glutamat nicht auszuschließen.

Die Eigenschaften von Magnesiumdiglutamat (E 625)

E-Nummer E 625 ist ein mit Magnesium chemisch verknüpftes Salz der Glutaminsäure. Zur Herstellung werden unter anderem folgende pflanzliche Ausgangsprodukte gegärt:

Bei der Fermentierung (Gärung) werden Mikroorganismen eingesetzt. Die verstoffwechselte Stärke oder Glukose kann von gentechnisch veränderten Pflanzen stammen.

Eine Kieler Forschergruppe hat herausgefunden, dass der Verzehr von Glutamat den Appetit deutlich anregt, falsche Hungersignale an das Gehirn weiterleitet und so Essattacken ausgelöst werden können.

  • Magnesiumdiglutamat kann in seltenen Fällen zum sogenannten „China-Restaurant-Syndrom“ führen, das Kopfschmerzen, ein Taubheitsgefühl im Nacken, Gliederschmerzen und Übelkeit hervorruft. Bei Asthmatikern können ebenfalls Asthmaanfälle auftreten.

Magnesiumdiglutamat (E 625) in Lebensmitteln

Um den Geschmacksverlust industriell hergestellter Lebensmittel auszugleichen, wird E 625 eingesetzt. Magnesiumdiglutamat wird überwiegend als Ersatz für Kochsalz genutzt. Es gibt bereits von Natur aus glutamatreiche Lebensmittel. Dazu zählen Parmesankäse, Sojasauce, Algen und konzentriertes Tomatenmark.

Die E-Nummer 625 findet sich häufig in folgenden Lebensmitteln:

  • Brühen und Würzmittel (Darf in der Lebensmittelproduktion unbegrenzt eingesetzt werden)
  • asiatischen Speisen
  • Fertiggerichten (Konserven, TK Produkte)
  • Tütensuppen
  • Soßenpulver
  • Snacks (Chips, Flips, Knabbereien)
  • Fleischprodukten
  • Gemüseerzeugnissen

Besondere Hinweise zu Magnesiumdiglutamat (E 625)

E 625
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?je nach Herstellungsart
Allergiepotenzial?kann Gluten beinhalten
Erlaubte Tagesdosis?6.000 mg/kg Körpergewicht

Magnesiumdiglutamat (E 625) Bestandteile des Zusatzstoffes

Der Geschmacksverstärker Magnesiumdiglutamat wird aus pflanzlichen Erzeugnissen gewonnen und mithilfe von Bakterien gegärt. E-Nummer 625 ist vegan. Der Einsatz von Gentechnik kann nicht ausgeschlossen werden.

E-Nummern Finder



Quellen

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Zusatzstoffe nach ihren E-Nummern
Comans, Dr. Clemens/ Schöllmann, Hildegard (2016): Veggie Food: Herstellung – Kennzeichnung – Überwachung
Micklitza, André/ Micklitza, Kerstin (2014): Die Vermessung des Glücks in Deutschland: Ein unerhörter Ratgeber
Ledochowski, Maximilian (2011): Wenn Brot & Getreide krank machen: Gluten-Intoleranz, Zöliakie - oder was sonst?


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