Taurin

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Taurin ist zwar kein lebenswichtiger Wirkstoff für erwachsene Personen, denn dieser kann vom menschlichen Organismus selbst produziert werden.

Allerdings sind Neugeborene hierzu noch nicht in der Lage und daher darauf angewiesen, diesen über die Muttermilch aufzunehmen.

Die junge Mutter sollte daher während dieser Zeit vermehrt Milchprodukte, Fisch und Fleisch verzehren, um ihrem Baby genügend Taurin zur Verfügung stellen zu können.

Welche Wirkung hat Taurin?

Der Wirkstoff wird vom Menschen zur Bildung von Gallensäuren benötigt. Weiterhin spielt dieser eine maßgebliche Rolle:

  • als Fänger der so genannten freien Radikalen
  • als Überträgersubstanz im Hirn
  • für das Wachstum von Muskeln
  • für die Entwicklung des Nervensystems

Dem Wirkstoff wird eine verstärkende Wirkung von Koffein zugeschrieben. Dies erklärt auch die Verwendung des Wirkstoffs in Energydrinks. Positive Ergebnisse konnten bei Behandlungen von

  • Niereninsuffizienz und
  • Lungenentzündungen

erzielt werden.

Welche weiteren Funktionen erfüllt der Wirkstoff?

Außer den genannten positiven Wirkungen hat Taurin weitere wichtige Funktionen im menschlichen Körper. So trägt der Wirkstoff unter anderem zum Wachstum von Gehirn und Augen, zu den Herz- und Nervenfunktionen sowie zu einem ausgeglichen Fettstoffwechsel bei.

Worin ist Taurin enthalten?

Der Wirkstoff ist hauptsächlich in Nahrungsmitteln tierischer Herkunft enthalten.

Taurin-haltige Lebensmittel Taurin-Menge in je 100 g (in mg)
Austern 70
Dorsch 31
Huhn 34
Lammfleisch, Filet 47
Muscheln, frisch 240
Rindfleisch, Filet 36
Schweinefleisch, Filet 50
Thunfisch 70
Vollmilch 6

Welcher Personenkreis hat einen erhöhten Taurin-Bedarf?

Da der Wirkstoff vorwiegend in Nahrungsmitteln tierischen Ursprungs vorkommt, kann bei Vegetariern ein Mangel auftreten.

Darüber hinaus können bestimmte Erkrankungen zu einem erhöhten Bedarf führen.

Dies kann unter anderem der Fall sein bei:

  • Arteriosklerose
  • chronischen Lebererkrankungen
  • einer hohen Belastung beispielsweise durch Schadstoffe
  • einer vorhanden gestörten Fettverdauung
  • Epilepsie
  • Erkrankungen am Auge, beispielsweise Grauer Star
  • Mangelzuständen an Vitamin B6 sowie den Aminosäuren Cystein und Methionin
  • Neigungen zu Herz- und Gefäßerkrankungen
  • Zu hohem Blutdruck

Können Nebenwirkungen auftreten?

Nebenwirkungen bei der Einnahme des Wirkstoffs sind bislang kaum bekannt. Kinder können gelegentlich mit Schläfrigkeit reagieren.

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