E 407 a Verarbeitete Eucheuma-Algen

E 407 a Verarbeitete Eucheuma-Algen

Die verarbeiteten Eucheuma-Algen (engl.: carrageen, carrageenans, Irish moss) erhielten im Rahmen der europäischen Zulassungsnummern die E-Nummer E 407 a. Sie erinnern in ihrem Aufbau an Agar. Zur Herstellung werden bestimmte Vertreter der Florideen (Rotalgen) geerntet, die an den Küsten Nordfrankreichs, Irlands und der USA leben.

Zur Gewinnung müssen die Rotalgen mit heißem Wasser übergossen werden. Anschließend kommt es - unter Verwendung von Ethanol und Kalium-Ionen - zur Fällungsreaktion. Das Endprodukt wird getrocknet und verpackt.

Der Zusatzstoff wird den nachstehenden Kategorien zugeordnet:

Welche Eigenschaften haben verarbeitete Eucheuma-Algen (E 407 a)?

In pulverisierter Form hat E-Nummer E 407 a eine farblose bis sandfarbene Erscheinung. Es lässt sich leicht lösen, sofern warmes Wasser als Lösungsmittel verwendet wurde. Kühlt sich die Lösung ab, bildet sich ein Gel mit besonderen Eigenschaften. Sobald es gerührt oder geschüttelt wird, verflüssigt sich das Gel. Nach dem Rühren bzw. Schütteln geht es in die Ausgangskonsistenz zurück.

Zu einem Viertel besteht der Zusatzstoff aus Sulfat. Weiterhin sind drei Hauptbestandteile vorhanden. Dabei handelt es sich um unterschiedliche Carrageene, welche sich aufgrund ihrer Eigenschaften (bspw. bezüglich des Verhaltens in Lösungen) voneinander unterscheiden. Häufig findet sich Calcium darin. Dieser Stoff erhöht die Elastizität.

  • Wird verarbeiteten Eucheuma-Algen Zucker hinzugefügt, erhöhen sich Gelier- und Schmelztemperatur.

Wo werden verarbeitete Eucheuma-Algen (E 407 a) verwendet?

Die guten Eigenschaften des Zusatzstoffes sorgen dafür, dass es in vielen unterschiedlichen Lebensmitteln eingesetzt wird.

Darüber hinaus befindet sich E-Nummer E 407 a in Aromen und dient hier als Trägerstoff.

Hinweise zu verarbeiteten Eucheuma-Algen (E 407 a)

E 407 a
Ursprung?
Einsatz in Bio-Lebensmitteln?
Glutenfrei?
Allergiepotenzial?Verarbeitete Eucheuma-Algen können vom Körper nicht verwertet werden und werden ausgeschieden. Mitunter führen sie dazu,
dass gewisse Spurenelemente nicht in den erforderlichen Mengen aufgenommen werden können.
Weiterhin wurde ein Allergiepotenzial beobachtet. Für Produkte zur Säuglingsernährung ist der Zusatzstoff nicht zugelassen.
Erlaubte Tagesdosis?75 mg/kg

E-Nummern Finder



Quellen

Eisenbrand, Gerhard / Schreier, Peter: Römpp Lexikon Lebensmittelchemie
Kuhnert, Peter: Lexikon Lebensmittelzusatzstoffe
Elmadfa, Ibrahim / Muskat, Erich / Fritzsche, Doris: E-Nummern & Zusatzstoffe: Was sich in unserer Nahrung versteckt


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