Kupfer

Kupfer

Alles zu Kupfer

Kupfer ein lebensnotwendig. Spurenelement, das viele Funktionen im menschlichen Körper erfüllt. Seine Beteiligung an der Bildung von roten Blutkörperchen und der Stärkung des Abwehrsystems trägt beispielsweise zu einer schnellen Wundheilung bei.

Darüber hinaus wird Kupfer für die Eisenaufnahme benötigt und sorgt für eine gesunde Bindegewebsbeschaffenheit. Und auch für die Energiegewinnung der Zellen (Zellatmung) ist es unentbehrlich. Das wertvolle Spurenelement wird im Skelett sowie den inneren Organen, den Muskeln und im Gehirn eingelagert. Reguliert wird der Kupfer Haushalt von der Leber.

Kupfer in der Nahrung

Wie viele andere Stoffe, kann der Körper auch Kupfer nicht selbst herstellen. Deshalb muss es mit der Nahrung aufgenommen werden. Dabei liegt der tägliche Bedarf eines Erwachsenen bei 1 – 1,5 mg. Besonders Schalen- und Krustentiere wie Muscheln, Krebse und Hummer sind gute Nahrungsquellen für Kupfer. Aber auch Innereien, Fische, Kakao, Nüsse und grüne Gemüsesorten sind gute Kupferquellen.

Folgende Lebensmittel enthalten das Spurenelement (Angaben je 100 Gramm Lebensmittel):

  • Schokolade: 1,25 mg
  • Leber vom Rind: 2,8 mg
  • Sonnenblumenkerne: 2,8 mg
  • Hummer: 6,7 mg
  • Hülsenfrüchte: 0,7 – 0,8 mg
  • Kakao: 3,5 mg
  • Austern: 3,6 mg
  • Kalbsleber: 4,5 mg

Speziell Lebensmittel wie Leber und andere Innereien enthalten besonders viel des wertvollen Mineralstoffs. Raucher und chronisch kranke Menschen haben einen besonders hohen Tagesbedarf an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kupfer. Sie sollten auf eine ausgewogene Ernährung achten und auf übermäßigen Verzehr von Weißmehlprodukten verzichten. Auch ein zu viel an Vitamin C, Sulfid, Cadmium, Calcium oder Zink kann den Kupferstatus negativ beeinflussen.

Kupferüberschuss

Ein Überschuss kann im schlimmsten Fall sogar eine Vergiftung zur Folge haben, wenn mehr als 10 Gramm Kupfer am Tag eingenommen werden. Dann können Beschwerden wie Erbrechen oder Übelkeit auftreten. In weiterer Folge kommt es zu Schädigungen der Leber sowie der Zerstörung roter Blutkörperchen. In schlimmen Fällen treten Nierenversagen oder Komata ein.

Daher sollten auch bei harmlos wirkenden Nahrungsergänzungsmitteln stets die empfohlenen Tagesdosen eingehalten werden. Das toxische Metall führt bei reiner Zufuhr durch die Nahrung in der Regel jedoch nicht zu einer Vergiftung. Dazu sind die aufgenommenen Dosen zu gering. Es wirkt jedoch abtötend auf Mikroorganismen. Daher wird es auch für seine antibakterielle Wirkung geschätzt.

Wann kommt es zum Kupfermangel?

Eine einseitige Ernährung durch Fleisch, Milchprodukte oder Teigwaren, die von Natur aus wenig Kupfer enthalten, führt zu einem Kupfermangel. Auch Rauchen kann zu einer Mangelerscheinung führen.

Bestimmte Gruppen benötigen außerdem einen erhöhten Bedarf an Kupfer:

  • Säuglinge, die nur kurz gestillt werden oder mit Kuhmilch ernährt werden
  • Menschen mit Magen-Darm-Störung
  • Menschen mit entzündlichen Krankheiten
  • Menschen mit gestörtem Immunsystem
  • Menschen mit Mukoviszidose

Weiterhin führt eine zu hohe Aufnahme von Vitamin C, Kalzium oder Zink zu einer gehemmten Aufnahme von Kupfer. Der Körper reagiert bei bestimmten entzündlichen Prozessen mit einem verringerten Kupferwert. Dazu gehören Krebs, Hepatitis, Diabetes oder Verstopfung. Hier sollte vor einer Supplementierung mit einem Arzt gesprochen werden.

Welche Symptome treten auf?

Besteht lediglich ein geringer Kupfermangel, führt dies bei gesunden Menschen zu keinen unerwünschten Nebenwirkungen.

Ist der Mangel jedoch ausgeprägt, treten krankhafte Erscheinungen wie Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Störung der Pigmentierung oder des Nervensystems auf.

Außerdem kann sich das Skelett verändern, das Immunsystem und das Wachstum werden gestört. Zudem kann der Körper bei einem bestehenden Kupfermangel weniger Eisen aufnehmen, was sich negativ auf das Blutbild auswirken kann.

Welche Gegenmaßnahmen gibt es?

Kupfer kann in organisch gebundenen Formen wie Glukonat, Orotat oder Chelat eingenommen werden. Die Einnahme sollte zwischen den Mahlzeiten erfolgen und über den Tag verteilt sein. Eine Tagesdosis von bis zu 5 Milligramm ist möglich.

In bestimmten Apotheken, Drogerien oder im Internet können entsprechende Nahrungsergänzungsmittel, wie Tabletten mit Kupfer erworben werden.

Kupfer Tabletten zur Vorbeugung und Behandlung eines Mangels

Grundsätzlich sollten Nahrungsergänzungsmittel, die Nährstoffe wie Eisen, Kupfer oder auch Mangan enthalten, nicht über einen zu langen Zeitraum eingenommen werden. Denn ein unabsichtlich herbeigeführter Überschuss kann schwere Folgen nach sich ziehen.

Speziell beim Einkauf mineralstoffhaltiger Nahrungsergänzungsmittel sollten nur (Online-) Apotheken in Betracht gezogen werden, die sich als sichere Quellen auf dem Markt etabliert haben. Sie wirken nicht nur vertrauenserweckend, sondern sind im Apothekenverzeichnis (DIMDI) zu finden.

Nicht nur hinsichtlich gesundheitlicher Aspekte sollten Billigprodukte daher gemieden werden. Nach einem Bericht des Öko-Test ist auch in Sachen Preis-Leistungsverhältnis Vorsicht geboten. Bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln wie Tabletten müssen darüber hinaus die Wechselwirkungen der Mineralstoffe und Spurenelemente mit anderen Medikamenten beachtet werden.

Die Gabe von zusätzlichen Stoffen in Form von Tabletten sollte nur bei einem diagnostizierten Mangel in Betracht gezogen werden. Für Gesunde ist die Einnahme der Tabletten bei einer ausgewogenen Ernährung nicht notwendig.

Mangelerscheinungen

Wer seinen Tagesbedarf nicht decken kann, muss mit ernsten Mangelerscheinungen rechnen. Sie äußern sich in Form von Störungen des zentralen Nervensystems, Wachstumsstörungen sowie einem nicht richtig funktionierenden Immunsystem. Auch bestimmte Formen der Anämie können im Falle eines Mangels am Mineralstoff auftreten.

Folgende Mangelerscheinungen sind bekannt:

  • Anämie (Blutarmut)
  • Verminderung der Pigmentierung der Haut
  • Knochenanomalien
  • eingeschränktes Wachstum
  • Verminderung der Granulozyten im Blut (Neutropenie)
  • Häufiges Auftreten von Infekten
  • gestörter Glukose- und Cholesterinstoffwechsel

Darüber hinaus spielt ein Mangel auch bei Unfruchtbarkeit, Herzerkrankungen sowie Bauchspeicheldrüsenfunktionsstörungen eine tragende Rolle. Studien haben zudem einen Zusammenhang von Kupfermangel und der Alzheimer Krankheit nachgewiesen. Daher wird derzeit die therapeutische Wirkung von Kupfer auf Alzheimer-Patienten untersucht.

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