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Vitamin A

  • sorgt für gesunde, feuchte Schleimhäute im Atmungsbereich, Verdauungsbereich und Vaginalbereich
  • gibt uns Energie über die Produktion von männlichen Hormonen (Testosteron)
  • wichtig fürs Sehen
  • hält Haut, Bronchien und Blase gesund

Vitamin A wird im wesentlichen vom Körper selbst aus dem pflanzlichen Beta-Carotin gebildet. Wichtig: es muss genug Vitamin E, Zink und Eisen vorhanden sein und die Schilddrüse muss normal funktionieren!

Vorkommen von Vitamin A:
- als Vorstufe Betacarotin vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln
- Vitamin A kommt in unseren üblichen Lebensmitteln kaum vor

Täglicher Bedarf an Vitamin A:
1 mg (ein Milligramm) = 3.333 I. E. (Internationale Einheiten)
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Empfehlung DGE EU
Kinder 1 – 10 Jahre 0,6 – 0,8 mg
(ca. 2.000 – 2.700 I.E.)
---
Kinder 10 – 15 Jahre 0,9 – 1,1 mg
(ca. 3.000 – 3.700 I.E.)
---
Jugendliche und
Erwachsene
0,8 – 1,1 mg
(ca. 2.700 – 3.700 I.E.)
0,8 mg
(ca. 2.700 mg)
Schwangerschaft 1,1 mg ---
Stillzeit 1,5 mg ---

Tagesbedarf (0,8 mg) an Vitamin A enthalten in:

  1. tierischen Lebensmitteln
    10 g Leber !!!
    150 g Butter
    200 g Camembert
    300 g Emmentaler, Mozzarella
    3 l Milch
    300 g Schweinefleisch
    2 kg Fisch
  2. pflanzlichen Lebensmitteln
    Nicht enthalten: nur als die Vorstufe Provitamin A (siehe unter Pflanzenstoffe Beta-Carotin)

Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin A:

  • trockene Binde- und Hornhaut, trockene Vaginalschleimhaut
  • erhöhte Infektanfälligkeit im Nasen-Rachen-Raum: die Schleimhäute, die den gesamten Atmungstrakt auskleiden haben die wichtige Funktion, Krankheitserreger wie Bakterien und Viren abzuwehren. Die Gesundheit der Schleimhäute ist deshalb besonders wichtig.
  • akneartige, schuppige Hautveränderungen
  • Hoden und Eierstöcke bilden sich zurück; Störung der Fortpflanzung
  • Nachtblindheit
  • Steigerung des Risikos für Krebserkrankungen, weil die Regulierung des Zellwachstum (und Differenzierung) gestört werden kann, das heißt, die Tumor-Induktionsschwelle sinkt.

Vitamin A-Mangel ist weltweit der am häufigsten vorkommende Vitaminmangel.
Vitamin A-Zufuhr zu gering bei jungen Frauen und älteren Männern!

Vorsicht: bei Einnahme von Fett-Resorptions-Hemmern: Hier besteht die Gefahr eines Vitamin A - und Beta-Carotin Defizits!

Anzeichen einer Überdosierung:
Historisches:
Die ersten Forscher in der Arktis holten sich eine Lebervergiftung durch den Verzehr von Eisbärenleber, welche von den Eskimos nicht verspeist wurde! Vergleichbares gilt für Seehund- und Fischleber. Bereits ein bis zwei Gramm Eisbärenleber enthalten den Tagesbedarf an Vitamin A. Wurde Eisbärenleber verzehrt, traten etwa fünf Stunden danach schwere Kopfschmerzen auf mit Benommenheit, Schwindel und Erbrechen. Bei weiterem Verzehr von hohen Vitamin A-Mengen kam es zu Haarausfall und einer Leberentzündung.

Chronisch zu hohe Aufnahme von Vitamin A:
In der Regel treten Überdosierungen dann auf, wenn hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel ohne therapeutische Kontrolle über längere Zeit eingenommen werden. Bei Erwachsenen sind die Symptome weniger deutlich als bei Kindern.
Bei diesen können folgende Symptome Hinweise auf zu viel Vitamin A sein:
- Austrocknung der Haut, Mundwinkeleinrisse (Rhagaden)
- überschießendes Knochenwachstum
- Wachstumsverzögerung, Vergrößerung der Leber, Störung des Wachstum des Embryos (Vorsicht in der Schwangerschaft!)

Partner von Vitamin A:
Vitamin E: Vitamin E schützt das Vitamin A vor der zerstörenden Oxidation. Bei Vitamin E-Mangel werden die Speicher für Vitamin A in der Leber rascher entleert, weil mehr Vitamin A verbraucht (oxidiert) wird.

Eisen: Bei zu wenig Vitamin A nimmt der Gehalt an Eisen in den roten Blutkörperchen ab. Dieses Eisendefizit kann nicht durch die Einnahme von Eisenpräparaten behoben werden, sondern nur durch die Gabe von Vitamin A.

Zink: Liegt ein Mangel an Zink vor, dann sinken die Vitamin A-Spiegel im Blut ab, weil die Ausschleusung von Vitamin A aus dem Leberspeicher von Zink abhängig ist.

Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin A:
Retinol, Retinylester


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