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Vitamin B12

  • hält Herz und Kreislauf gesund
  • unterstützt den Verjüngungsprozeß durch Zellerneuerung
  • fördert die Sauerstoffversorgung
  • hält unser Nervensystem gesund
  • hilft, dass unsere Knochen elastisch bleiben

Vorkommen von Vitamin B12
- praktisch nur in tierischen Lebensmitteln

Täglicher Bedarf an Vitamin B12:
Mengenangabe in µg (Mikrogramm = Millionstel Gramm)
DGE = Deutsche Gesellschaft für Ernährung

Empfehlung DGE EU
Kinder 1 – 10 Jahre 1 – 1,8 µg ---
Kinder 10 – 15 Jahre 2 – 3 µg ---
Jugendliche und
Erwachsene
3 µg 1 µg
Schwangerschaft 3,5 µg ---
Stillzeit 4,0 µg ---

Tagesbedarf (3 µg ) an Vitamin B12 enthalten in:

  1. tierischen Lebensmitteln
    4 g Rinderleber
    170 g Rindfleisch
    90 g geräucherter Lachs
    100 g Kabeljau
    150 g Vollfettkäse
    2 Hühnereier
    200 ml Milch ( 1 großes Glas)
  2. pflanzlichen Lebensmitteln
    nicht enthalten,
    in Spuren im Weißbier, Sauerkraut
Wichtige Information:
Wird zu wenig Vitamin B12 (extrinsic factor) über die Ernährung aufgenommen, dann kommt es zu einer Blutarmut, die durch besonders große rote Blutkörperchen auffällt: die sogenannte „megaloblastische Anämie“. Fällt hingegen der „intrinsic factor“ aufgrund einer Magenerkrankung aus, dann kommt es zu einer „perniziösen Anämie“. Vitamin B12 kann nur von Mikroorganismen hergestellt werden. Pflanzen enthalten deshalb kein Vitamin B12 (mit Ausnahme einer Blaualge). Das von den Mikroorganismen im menschlichen Dickdarm gebildete Vitamin B12 trägt kaum zur Bedarfsdeckung bei, weil Nährstoffe im Dickdarm praktisch kaum noch resorbiert werden können, weil der Dickdarm dem Nahrungsbrei nur das Wasser entzieht und ihn somit nur eindickt. Das im Weißbier in geringen Mengen enthaltene Vitamin B12 stammt von den Bakterien, welche mit der Hefe in Symbiose leben und das Vitamin B12 an diese abgeben. Dementsprechend lässt sich das Vitamin B12 im Weißbier wiederfinden.

Anzeichen einer Unterversorgung an Vitamin B12:

  • Anstieg der giftigen Aminosäure Homocystein im Blut über 10 µmol pro Liter mit
    - Anstieg des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
    - erhöhte Brüchigkeit der Knochen durch Störung der Elastizität
  • Nervenstörungen mit
    - Zungenbrennen
    - Schwäche, Müdigkeit, Antriebsarmut
    - Störungen des Tast-, Schmerz- und Vibrationssinnes
    - Rückbildung der Muskeln mit Gehunsicherheit
    - Verwirrtheit, Erregung
    - Gedächtnisstörungen
    - Halluzinationen
    - Depressive Symptome
    - Demenz
    - Störung der Bildung von roten Blutkörperchen (megaloblastische Anämie, perniziöse Anämie)
    - Störung der DNA Bildung (Erbsubstanz) mit Störung der Regeneration der Dünndarmschleimhaut mit der Folge von Resorptionsstörungen bei Nährstoffen.

Obwohl Vitamin B12 in einer Mischkost aber auch in einer vegetarischen Ernährung, die tierische Produkte wie Milch und Käse einschließt, ausreichend enthalten ist, gehört Vitamin B12- Mangel zu den am häufigsten in Deutschland auftretenden Vitamin-Defiziten bei Senioren. Ursache ist meist die oftmals vorliegende „atrophische Gastritis“, also eine Magenschleimhautentzündung, von der etwa 10 bis 30% der über 60jährigen betroffen sind. Damit einher geht in der Regel eine mangelhafte Bildung des Vitamin B12-intrinsic factors durch den Magen, mit der Folge, dass das Vitamin B12 aus der Nahrung nicht aufgenommen werden kann.

Ursachen für eine Unterversorgung an Vitamin B12:

  • veganische Ernährung (ohne tierische Produkte)
  • chronische Magenschleimhautentzündung
  • chronische Darmerkrankungen wie Morbus Crohn, Zöliakie (Allergie gegen Gluten im Getreide)
  • chirurgische Teilentfernung des Magens
  • angeborene Störung der Aufnahme von Vitamin B12 (Mangel an Transcobalamin II)
  • Medikamente (Magensäurehemmer)
  • HIV-Infektion

Überdosierung von Vitamin B12:
Indem selbst bei einer dauerhaften Einnahme von täglich 3.000 µg (1000 fache Tagesverzehrmenge) Vitamin B12 keine Anzeichen einer Überdosierung auftreten, gilt dieses Vitamin als unbedenklich. Wer zu viel Vitamin B12 aufnimmt, scheidet es wegen der Wasserlöslichkeit über die Nieren wieder aus.

Partner von Vitamin B12:

  • Vitamin B6
  • Vitamin B9 (Folsäure)
  • Calcium
Zusammen mit den beiden Vitaminen wird der Abbau der giftigen Aminosäure Homocystein gesteuert, die unvermeidbar im Stoffwechsel entsteht. Es genügt bereits, dass eines der drei Vitamine zu wenig vorhanden ist, dass im Blut die Homocysteinspiegel ansteigen. Weil dadurch auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht wird, wurde von der DACH-Liga der normale Wert für Homocystein auf 10 µmol/l im Blut festgelegt. Steigt der Wert darüber hinaus an, dann sollen die 3 Vitamine ergänzend eingenommen werden (1) . Siehe auch Vitamin B9 (Folsäure).

(1) Pietrzik,K. in clin res cardiol, 95 suppl. 6:vi28 – vi33, 2006

Hinter welchen Begriffen verbirgt sich Vitamin B12:
Cobalamin, Cyanocobalamin


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