fructoseintoleranz

Fructoseintoleranz - Die wichtigsten Fakten

  • Fructoseintoleranz ist die Unverträglichkeit gegen Fruchtzucker.
  • Dabei handelt es sich um eine Stoffwechselstörung: Die Fructose kann vom Körper nicht in genügendem Maß aufgenommen werden.
  • Lebensmittel wie Obst und Gemüse rufen die Beschwerden aus.
  • Fruchtzucker ist eines der wichtigsten Süßungsmittel und somit auch in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten.

Fructoseintoleranz - ein Leben mit der Unverträglichkeit

Gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse rufen bei einem Betroffenen der Fructoseintoleranz Beschwerden aus und können im Körper sogar Schäden anrichten.

Diese sind meist unangenehm und schmerzhaft. Diese Zwiespältigkeit von gesundem Genuss und Beschwerden des eigenen Körpers führt bei vielen Betroffenen zur Verwunderung und ebenfalls häufig zur Verschleppung der korrekten Diagnose Fructoseintoleranz.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind heutzutage ein grundlegendes Problem der Bevölkerung. Viele Menschen wissen nicht, dass sie an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden - denn auch im Laufe des Lebens kann eine Unverträglichkeit gegen eine Substanz entstehen, die sonst täglich verzehrt wurde.

Der in Obst, Gemüse oder Süßigkeiten enthaltene Fruchtzucker führt zu Bauchschmerzen und/oder Verdauungsproblemen wie Blähungen, Durchfall, Krämpfen und Übelkeit. Im Verlauf der Erkrankung folgen Kopfschmerzen, Schwindelgefühle oder sogar eine Depression. Zudem kann die Unverträglichkeit einen Nährstoffmangel (Zink, Folsäure) nach sich ziehen.

Fructoseintoleranz im Überblick

NahrungsmittelunverträglichkeitFructoseintoleranz
SymptomeBauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Krämpfe,Übelkeit, Nährstoffmangel
UrsachenDie Ursache liegt in einer Stoffwechselstörung: Die Fructose kann vom Körper nicht genügend aufgenommen werden.
Bedenkliche LebensmittelObst, Gemüse, Süßigkeiten, Fertiggerichte
Unbedenkliche LebensmittelZitronen, Kartoffeln (geschnitten und in Wasser eingelegt)

Fructoseintoleranz - Therapiemethoden

Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Krämpfe, Übelkeit oder sogar ein Nährstoffmangel sind unangenehme Beschwerden, die keinesfalls vom Betroffenen hingenommen werden müssen.

Die einfachste Therapiemethode ist dabei die Kostumstellung. Die Fructose sollte für den ersten Zeitraum komplett aus dem Speiseplan verbannt werden. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich die Wirkung dieses ersten Schritts in Richtung Besserung: Die Beschwerden und Symptome können schon nach wenigen Tagen abgeklungen sein.

Fructoseintoleranz - Ein ständiger Lernprozess

Eine Nahrungsmittelunverträglichkeit gegen Fructose frühzeitig zu erkennen und zu lernen mit ihr umzugehen, ist äußerst wichtig für die Betroffenen. Wichtig ist zudem zu lernen, richtig zu identifizieren, in welchen Lebensmitteln "die Gefahr" steckt. Das ist oftmals erst auf den zweiten, wenn nicht sogar dritten Blick erkennbar.

Fructose ist nicht - wie man auf den ersten Blick meinen mag - nur in Früchten vorhanden. Tatsächlich besteht sogar der allgemein übliche Haushaltszucker zur Hälfte aus Fructose. Fructose ist zudem eines der wichtigsten Süßungsmittel unserer Zeit. Im Vergleich zu anderen Süßstoffen ist er kostengünstig, intensiviert die Süßungskraft stark und ist daher als Hauptsüßstoff in Fertigprodukten oder Brotsorten vorhanden.

  • Fruchtzucker muss nicht zwangsläufig in süßen Nahrungsmitteln vorkommen. Die Betroffenen einer Fructoseintoleranz sollten auch bei herzhaften Nahrungsmitteln die Zutatenliste beachten, um ein eigenes Gefühl für das Vorkommen in verschiedenen Lebensmitteln zu erlernen.

Falls eine geringe Intoleranz vorliegt, dürften viele Lebensmittel zwar keine Probleme bereiten - bei Betroffenen einer sehr stark ausgeprägten Form einer Unverträglichkeit kann aber auch der übliche Haushaltszucker Beschwerden auslösen.

Aber auch die Menge und die Art und Weise der verzehrten Lebensmittel machen einen Unterschied aus.

So steckt in 10 Äpfeln dieselbe Menge Fructose wie in einem Liter Apfelsaft. Es wird selten vorkommen, dass 10 Äpfel an nur einem Tag verzehrt werden - 1 Liter Apfelsaft kann hingegen durchaus konsumiert werden. Dieser führt dann bei Betroffenen der Nahrungsmittelunverträglichkeit zu Beschwerden, die einfach zu verhindern gewesen wären.

Fructoseintoleranz - Wie schwer ist meine ausgeprägt?

Bei jedem Betroffenen ist die Unverträglichkeit in einem unterschiedlichen Schweregrad ausgeprägt. Auch diese Tatsache gilt es bei möglichen Therapiemöglichkeiten zu berücksichtigen und seine Essgewohnheiten daran anzupassen.

Viele Menschen können Fructose in geringen Mengen vertragen. Dies kann man selbst im Eigentest herausfinden. In der sogenannten Testphasen kann man dem Körper dabei geringe Mengen an Lebensmitteln zuführen - langfristig bedeutet das, dass die Betroffenen also nur auf die Lebensmittel verzichten sollten, auf die sie wirklich mit Beschwerden reagiert haben.


Quellen

Nesterenko, Sigi: Fructoseintoleranz: krank durch Obst, Gemüse und Süßigkeiten
Adam, Olaf: Ernährungsmedizin: nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer
Stossier, Harald: Allergien erfolgreich behandeln mit der F.-X.-Mayr-Kur


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