Intestinale Fructoseintoleranz - Übersicht über die Resorptionsstörung

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Intestinale Fructoseintoleranz - Die wichtigsten Fakten

  • Die intestinale Fructoseintoleranz (oder Fructosemalarbsoption) ist eine Resorptionsstörung im Gegensatz zur hereditären Fructoseintoleranz, bei der es sich um eine Stoffwechselstörung handelt.
  • Die intestinale Fructoseintoleranz kommt dabei weit häufiger vor als die hereditäre Fructoseintoleranz.
  • Es können keine genauen Zahlen über die Betroffenen einer intestinale Fructoseintoleranz festgemacht werden, da diese häufig in Verbindung mit einer Laktoseintoleranz vorkommt oder von dieser verschleiert wird.
  • Meist handelt es sich bei der intestinalen Form um einen im Laufe des Lebens erworbenen Defekt, bei dem keine vollständige Resorption der aufgenommenen Fructose erfolgen kann.

Zu unterscheiden: Intestinale Fructoseintoleranz vs. hereditäre Fructoseintoleranz

Eine Fructoseintoleranz bedeutet für Betroffene zunächst ein Leben mit gesundheitlichen Einschränkungen und - je nach Schweregerad der Intoleranz - induviduell ausgeprägten Beschwerden.

Lebensmittel wie Obst und Gemüse rufen bei ihnen unangenehme Beschwerden aus. Fruchtzucker ist darüber hinaus eines der wichtigsten Süßungsmittel und somit auch in einer breiten Masse an verarbeiteten Lebensmitteln enthalten.

  • Je nach Intoleranz-Form sind die Symptome und die Ursache unterschiedlich. Die intestinale Fructoseintoleranz (Fructosemalarbsoption) ist von der hereditären Fructoseintoleranz daher klar zu unterscheiden.

Es handelt sich bei der intestinalen Fructoseintoleranz um eine Unverträglichkeit, die sich in Form einer Resorptionsstörung äußert, die meist bei Jugendlichen zum ersten Mal auftritt.

Sie wird also im Verlauf des Lebens erworben. Zwar kann auch bei dieser Form Fructose vom Körper nicht in genügend hohem Maß aufgenommen beziehungsweise abgebaut werden, jedoch ist oft eine individuell bestimmte Toleranzgrenze für Betroffene akzeptabel.

Bei der hereditären Fructoseintoleranz, einer oft angeborenen Erkrankung, reagieren Betroffene schon im Säuglingsalter mit starken Symptomen auf geringste Mengen der Fructose. Die hereditäre Form ist gepaart mit einer Stoffwechselstörung und löst daher zum Teil heftige Reaktionen - von schweren Schäden der Leber bis hin zur Bewusstlosigkeit - aus.

Intestinale Fructoseintoleranz - das Leben mit der erworbenen Unverträglichkeit

Bei Betroffenen einer erworbenen Unverträglichkeit gegen Fructose lassen gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse plötzlich Beschwerden entstehen. Diese sind meist unangenehm und schmerzhaft.

Diese Zwiespältigkeit von gesundem Genuss und Beschwerden des eigenen Körpers führt bei vielen Betroffenen zur Verwunderung und Verschleppung der korrekten Diagnose Fructoseintoleranz. Viele Betroffene wissen nicht, dass sie an einer Nahrungsmittelunverträglichkeit leiden - denn besonders die Form der intestinalen Fructoseintoleranz entsteht häufig im Laufe des Lebens.

Der in Obst, Gemüse oder Süßigkeiten enthaltene Fruchtzucker Fructose führt dann zu

  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Durchfall
  • Krämpfen
  • und Übelkeit

Im Verlauf der Erkrankung folgen Kopfschmerzen und Schwindelgefühle. Zudem kann die Unverträglichkeit einen Nährstoffmangel (Zink, Folsäure) nach sich ziehen.

Die einfachste Therapiemethode ist dabei die Kostumstellung. Die Fructose sollte für den ersten Zeitraum komplett aus dem Speiseplan verbannt werden. Schon nach wenigen Tagen zeigt sich die Wirkung diesen ersten Schritts in Richtung Besserung: Die Beschwerden und Symptome der Unverträglichkeit sollten schon nach wenigen Tagen abgeklungen.


Quellen

Nesterenko, Sigi: Fructoseintoleranz: krank durch Obst, Gemüse und Süßigkeiten
Erckenbrecht, Joachim F. / Jonas, Sven: Viszeralmedizin: Interdisziplinäres Facharztwissen Gastroenterologie und Viszeralchirurgie
Adam, Olaf: Ernährungsmedizin: nach dem Curriculum Ernährungsmedizin der Bundesärztekammer


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