Fructoseintoleranz Test – Die Mühe lohnt sich

Fructoseintoleranz Test - Die wichtigsten Fakten

  • Fructose kommt in der Nahrung häufig vor.
  • Von einer Fructoseintoleranz sind 20-30% der Menschen in Industrieländern betroffen.
  • Die Fructoseintoleranz ist die am häufigsten vorkommende Unverträglichkeit.
  • Ein Fructoseintoleranz Test sollte von erfahrenen Experten durchgeführt werden.

Fructoseintoleranz Test: Erster Schritt gegen ein weitverbreitetes Problem

Fructose kommt in der Nahrung natürlicherweise in Früchten, Gemüse und Honig vor. Aufgrund der hohen Süßkraft wird es auch als Süßungsmittel eingesetzt.

Da Fructose insulinunabhängig abgebaut wird, ist der Zucker in besonders auch in diätischen Lebensmitteln von großer Relevanz. Neben dem freien Vorkommen als Einfachzucker, ist Fructose Bestandteil des Haushaltszuckers und weiterer Kohlenhydrate. Über diese verschiedenen Wege nimmt der Mensch bis zu 100g Fructose täglich zu sich.

Sehr viele Menschen leiden unter einer intestinalen Fructoseintoleranz. Bei dieser Unverträglichkeit gelangt der Zucker über Mund und Magen in den Dünndarm. Aufgrund einer komplexen Störung von Transportvorgängen kann die Fructose jedoch nicht ins Blut aufgenommen werden. Stattdessen wandert sie weiter in den Dickdarm und verursacht Probleme.

Zu den Symptomen einer Fructoseintoleranz zählen:

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Bauchkrämpfen
  • Müdigkeit
  • In Deutschland zeigen bis zu 30% der Erwachsenen Anzeichen einer Fructoseintoleranz.

Die Fructoseintoleranz gehört zu einer Reihe von Unverträglichkeiten, die unter dem Sammelbegriff „Kohlenhydratmalabsorption“ zusammengefasst werden.

Auch andere Kohlenhydrate wie Glucose oder Laktose können ähnliche Beschwerden verursachen. Es kann auch eine Kombination mehrerer Unverträglichkeiten vorliegen. Da also verschiedene Lebensmittel gleiche Symptome verursachen können, ist eine Diagnose komplex und schwierig.

In wissenschaftlichen Studien zeigte sich, dass die Fructoseintoleranz am häufig vorkommt. Gleichzeitig wird ein Fructoseintoleranz Test in der Praxis aber oft mangelhaft durchgeführt.

Fructoseintoleranz Test: Wie funktioniert er?

Die im Dünndarm nicht aufgenommene Fructose wird nun im Dickdarm von Bakterien zersetzt. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren und die Gase Methan, Kohlendioxid und Wasserstoff.

Die gängigste Methode auf eine Fructoseintoleranz zu testen ist ein Atemtest. Erkannte Gase wie Wasserstoff (H2-Atemtest) oder Methan (CH4-Atemtest) können auf eine Fructoseintoleranz hinweisen.

Diese Testverfahren sind nicht perfekt, stellen aber die momentan beste Lösung in der Diagnostik dar.

  • Jeder Mensch eine individuelle Aufnahmeschwelle an Fructose zu besitzen scheint. So zeigte beispielsweise eine Studie, dass nur 20-30% der gesunden Menschen größere Mengen als 50g Fructose problemlos verarbeiten können. Für den Atemtest hat man sich auf eine Dosis von 25g Fructose verständigt.

Fructoseintoleranz Test: Echte Experten erforderlich

Ein Fructoseintoleranz Test erfordert eine gute Durchführung. Die anschließende Interpretation der Ergebnisse ist nicht einfach. Neben den Hinweisen aus dem Atemtest kommen nämlich weitere verkomplizierende Faktoren hinzu.

So müssen zum Beispiel organische Störungen des Magen-Darm-Trakts als Ursache für die Beschwerden ausgeschlossen werden.

Und auch die zeitliche Reaktion des Körpers – d. h. wann die Beschwerden nach dem Essen auftreten - ist individuell unterschiedlich und sollte bei dem Testverfahren Berücksichtigung finden.


Quellen

Fedewa, Amy / Rao, Satish: Dietary fructose intolerance, fructan intolerance and FODMAPs.
Montalto, M. / Gallo, A. / Ojetti, V. / Gasbarrini, A.: Fructose, trehalose and sorbitol malabsorption
Zopf, Yurdagül et al.: Differenzialdiagnose von Nahrungsmittelunverträglichkeiten


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