Pilzlexikon Anfangsbuchstabe G

Pilzlexikon - G

  • Hier erhalten Sie alle Definitionen und Erklärungen zum Thema Pilze im praktischen Überblick.

Gasterothecien

Gasterothecien sind angiokarpe oder cleistocarpe Fruchtkörper
von Bauchpilzen (Gasteromycetes), z.B. Erdsterne (Geastrum), Nestlinge (Nidularia), Teuerlinge (Cyathus), Boviste (Bovista), Stäublinge (Lycoperdon)etc..


Geotropismus

Als Geotropismus bezeichnet man die Bewegung von Pilzen, Pflanzen oder Pflanzenorganen hin zum (positiver Gotropismus) oder weg (negativer Gotropismus) vom Erdmittelpunkt. Die Sprossachse wächst dabei stets negativ geotrop, wohingegen das Wurzelwachstum positiv geotrop erfolgt. Ändert sich die Lage des Substrates z.B. wenn ein Baum mit Fruchtkörpern des Zunderschwammes umstürzt, so ändert der Pilz nach einiger Zeit seine Wachstumsrichtung.


gezont

Mit ringförmigen, konzentrischem Muster versehen.


Gleba

Als Gleba bezeichnet man in der Mykologie den fruchtbaren Teil angiocarper und cleistocarper (Cleistothecium) Ständerpilze.


Guaiac (Tinktur)

Ein aus dem Guaiac-Baum gewonnenes Harz, welches in Alkohol gelöst wird und an Pilzenfruchtkörpern eine Blaufärbung hervorrufen kann.


Guttation

Tropfenförmige Ausscheidung von flüssigem Sekret.


gymnocarp

Gymnocarpe Pilzfruchtkörper bei denen sich die Asci bzw. Basidien an der Oberfläche bilden und während der gesamten Fruchtkörperentwicklung bis zur Sporenreife nicht von der Fruchtkörperwand, von Vela oder ähnlichen Strukturen bedeckt sind.


Quellen

Breitenbach, F. Kränzlin: Pilze der Schweiz. Band 1-6.
Dörfelt: BI-Lexikon Mykologie Pilzkunde. Bibliographisches Institut, 1988.
Gerhardt, E.: BLV-Hanbuch Pilze. 4. Auflage. BLV-Buchverlag, 2006.
Gerhardt, E.: Der große BLV Pilzführer für unterwegs: 1200 Arten; 1000 Farbfotos. BLV-Buchverlag, 1997.
Jahn, H. / Reinartz, H./ Schlag, M.: Pilze an Bäumen: Saprophyten und Parasiten, die am Holz wachsen. 3. Auflage. Patzer, 2005.

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