pilzzucht

Pilzzucht - Die wichtigsten Fakten

  • Pilze wachsen wild in der Natur und können in Form einer Pilzzucht kultiviert werden.
  • Eine Pilzzucht kann im Haus oder im Garten kultiviert werden.
  • Pilze sind empfindliche Gewächse und benötigen viel Pflege.
  • Man kann Fertigkulturen zur Pilzzucht verwenden oder einzelne Sporen.
  • Als Untergrund eignen sich Stroh, Holz oder Pilzzucht-Bags.

Pilze sind in fast allen Küchen der Welt bekannt und dienen Spitzenköchen wie Hobbyköchen als beliebter Bestandteil von Mahlzeiten. Leider sind sie außerhalb ihrer Saison relativ teuer. Deshalb nutzen immer mehr Menschen die Chance, im heimischen Keller oder Garten eine Pilzzucht anzulegen.

Um aber erfolgreich Pilze zu züchten, benötigt man einiges Know How und ein gutes Gefühl für die empfindlichen Gewächse.

Wie eine Pilzzucht gelingt

Wer Pilze züchten möchte, muss zunächst für die geeigneten Umweltbedingungen sorgen, denn Pilze vertragen nur bestimmte, klimatische Bedingungen.

Folgende Temperaturzonen sind für Pilze geeignet bzw. verhindern ein gutes Wachstum:

Grundsätzlich sollte eine Pilzzucht an einem Platz ohne Sonne und bei eher niedrigeren Umgebungstemperaturen angelegt werden. Eine weitere Voraussetzung für gutes Gedeihen ist eine entsprechende Luftfeuchtigkeit. Sie sollte bei mindestens 70 % liegen. Zum Erreichen einer so hohen Luftfeuchtigkeit wird entweder ein Gewächs- oder Treibhaus bzw. ein Keller benötigt.

Welche Schritte führen zu einer erfolgreichen Pilzzucht im Garten?

Zu Beginn ist eine Entscheidung notwendig, welchen Untergrund man für seine Pilzzucht verwenden möchte. Von dieser Wahl hängt das weitere Vorgehen ab.

Zunächst muss das Holz oder auch ein Strohballen mithilfe eines Pilzdübels, einer Körnerbrut, eines Pilzsubstrates oder einer Brut aus der Flasche "geimpft" werden. So bezeichnet man das Einsetzen der vorbereiteten Pilzbrut in den entsprechenden Nährboden. Anschließend wird der Nährboden in Plastik verpackt, für 2 bis 4 Monate gelagert und dann im Garten ausgepflanzt.

Dabei sollte ein schattiger Ort gesucht werden, dort wird das Pilzholz zu 2 Dritteln mit lockerer Erde im Boden versenkt. Ist der Boden trocken, muss regelmäßig gewässert werden. Nach dem Einbringen kann es bis zu 10 Monate dauern, bis sich die ersten Pilze zeigen.

Wie gelingt die Pilzzucht im Haus oder Keller

Auch in einem Haus ohne geeigneten Keller lassen sich Pilze ohne Probleme züchten.

Am geeignetsten sind so genannte Anzucht-Häuschen oder auch Pilzzuchtbags. Mit diesen können optimale Wachstumsbedingungen geschaffen werden.

Um die notwendige Luftfeuchtigkeit zu erhalten, kann unter dem Häuschen ein grobes Tuch ausgebreitet werden, das vorher angefeuchtet wurde. Durch das langsame Verdunsten erhält man den benötigten Grad an feuchter Luft.

  • Für die Pilzzucht im Haus sind auch vorbereitete Pilzzuchtsets geeignet. Sie lassen sich zu kleinen Gewächshäusern umfunktionieren und beinhalten bereits alle notwendigen Stoffe (Pilzbrut, Nährstoffboden).

So können alle beliebten Pilzsorten auch als Hobby gezüchtet werden. Vor allem die folgenden Sorten werden in vielen Gärten, Häusern und Kellerräumen gezüchtet:

Es gibt noch weitere Pilzsorten, die sich für die Pilzzucht eignen. Auf speziellen Websites zum Thema Pilzzucht findet man weitere Informationen.

Häufig gestellte Fragen zur Pilzzucht

Bezüglich der Pilzzucht gibt es viele wichtige Fragen zu geeigneten Pilzsorten, den Bedingungen für die Zucht und auch nach dem geeigneten Pilzbrut-Material.

Eine sehr oft formulierte Frage ist die nach dem richtigen Material. Viele kennen sich nicht aus und möchten wissen, ob sie lieber einen Impfdübel oder Körnerbrut verwenden sollen. Beide haben Vorteile und Nachteile.

KörnerbrutImpfdübel
Vorteile
  • ergiebig
  • zügiges Durchwachsen von Holzstämmen
  • Handhabung ist einfach
  • Benötigt wird ein einfacher Holzbohrer inklusive Hammer
Nachteile
  • Forstnerbohrer oder Holzbohrer zum Impfen ist notwendig
  • Bohrerstärke von mind. 20mm Durchmesser
  • Der Prozess des Durchwachsens dauert länger

Für viele Züchter ist auch die Frage von Interesse, wie wichtig die Temperatur und das Sonnenlicht für die Pilzzucht ist. Pilze sind sehr empfindlich und sollten bei eher kühleren Temperaturen gezogen werden. Sonne vertragen Pilze nur sehr schlecht. Sie bevorzugen schattige Orte ohne Sonneneinfall.


Quellen

Schmidt, Kai Uwe: Die Pilzzucht
Hermann, Heike / Zeugner, Andreas / Kolb, Arno: Pilze, Moose und Farne
Wurth, Herbert / Wurth, Magdalena: Pilze selbst anbauen: Das Praxisbuch für Biogarten, Balkon, Küche, Keller
Meixner, Axel: Pilze selber züchten: eine Anleitung für die Pilzzucht zu Hause

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