Übersicht der Testverfahren einer Laktoseintoleranz

Übersicht der Testverfahren einer Laktoseintoleranz

Laktoseintoleranz Test - Die wichtigsten Fakten

  • Zur Feststellung einer Milchzuckerunverträglichkeit gibt es mittlerweile verschiedene Testverfahren.
  • Es kommen ein Wasserstoff-Atemtest / Laktoseresorptionstest, ein Gentest, eine Dünndarmbiopsie und ein Selbsttest in Frage.

Laktoseintoleranz Test: Der Wasserstoff-Atemtest

Häufig wird die Unverträglichkeit durch den Wasserstoff-Atemtest (H2-Test) geprüft. Dieser Laktoseintoleranz Test wird bevorzugt angewendet.

Zunächst wird nüchtern der Wasserstoffanteil im Atem gemessen. Laktose wird im zweiten Schritt des Tests in Wasser gelöst und zum Trinken verabreicht. In den nächsten Stunden wird diese Messung ständig wiederholt. Zeigt sich eine starke Erhöhung des Wasserstoffanteils (ab 20 ppm) im Atem ist das Ergebnis einer Laktoseintoleranz positiv.

  • Der Wasserstoffanteil steigt, da die Mehrzahl der Betroffenen einer Unverträglichkeit Wasserstoff synthetisierende Bakterien produzieren. Die zeitlichen Zusammenhänge der Beschwerden sowie die geschilderten Symptome des Betroffenen fließen in die Gesamtdiagnose des Arztes ein.

Je nach Arzt kann auch in Kombination mit dem Wasserstoff-Atemtest ein Laktoseresorptionstest zur Messung hinzugezogen werden. Dabei wird nach dem Trinken der Laktose erneut der Blutzuckerspiegel kontrolliert.

Der angestiegene Blutzuckerspiegel (Glukosespiegel) dient dabei ab 20mg/dl als positiver Indikator für eine Unverträglichkeit.

Laktoseintoleranz Test: Gentest und Dünndarmbiopsie

Gentest

Durch einen Gentest kann eine genetische Milchzuckerunverträglichkeit sicher diagnostiziert werden. Hauptsächlich werden diese Gentests durch Bluttests oder durch einen Abstrich der Mundhöhle durchgeführt.

Dieses Verfahren wird bisher noch selten angewendet. Er kommt hauptsächlich zur Anwendung, wenn eine zu starke Reaktion auf die zugeführte Laktose im Wasserstoff-Atemtest oder dem Laktoseresorptionstest befürchtet wird.

Vorteil ist, dass der Betroffene auf das Trinken der Laktose verzichten kann und keine unnötigen Reaktionen und Beschwerden durch den Test auftreten. Im Blut wird der Nachweis des Enzyms Laktase festgestellt

Dünndarmbiopsie

Die sicherste und direkteste Methode ist die Entnahme einer Gewebeprobe aus dem Dünndarm.

Laktoseintoleranz Test: Selbsttest

Selbsttest

Morgens kann nüchtern ein Glas Milch getrunken werden. Stellen sich typische Magen-Darm-Beschwerden nicht ein, ist der Test negativ. In den folgenden Tagen kann der Selbsttest wiederholt werden.

Maximal sollte mit bis zu einem halben Liter Milch getestet werden. Dies entspricht in etwa der Menge Laktose mit der auch Ärzte testen würden. Verbunden mit einer laktosefreien Diät über den nächsten Zeitraum kann die Unverträglichkeit durch diese Art des Tests auch selbst festgestellt werden.


Quellen

Schleip, Thilo: Laktose-Intoleranz: wenn Milchzucker krank macht
Schocke, Sarah: Laktose-Intoleranz
Blaurock-Busch, Eleonore: Allergien & Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Erkennen, erfolgreich behandeln
Kihm-Schreiber, Dagmar: Richtig essen bei Laktoseintoleranz: Abwechslungsreiche Rezeptideen für jeden Tag
Ledochowski, Maximilian: Wegweiser Nahrungsmittel-Intoleranzen
Schleip, Thilo: Laktose-Intoleranz: wenn Milchzucker krank macht: die besten Methoden zur Diagnose


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