Vitamin E – Der schützende Vitalstoff

Viele Vitamine gelten als lebenswichtig für den Menschen und einige helfen sogar bei den unterschiedlichsten Arten von Krankheiten.

Auch Vitamin E Präparate sollen gleich mehreren Krankheiten vorbeugen und zudem die Vitalität steigern. Außerdem ist der Vitalstoff ein wertvoller Zusatz in zahlreichen Hautpflegeprodukten.

Ebenso halten sich jedoch die Meinungen, dass der Nährstoff schnell zu gefährlichen Überversorgungen führen kann. Was kann das essenzielle Vitamin aber nun wirklich leisten, und wann ist es sinnvoll größere Mengen aufzunehmen?

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Vitamin E – Vorkommen und Wirkungen

Wenn von Vitamin E die Rede ist, ist hiermit nicht ein einziger Stoff gemeint. Tatsächlich verstecken sich hinter dem Begriff gleich mehrere Wirksubstanzen, die auch als Tocopherole bezeichnet werden. Diese wirken als Antioxidantien und fangen zellschädigende Elemente, die sogenannten freien Radikale.

Damit schützen sie den menschlichen Organismus und können eine vorzeitige Alterung verhindern, Ablagerungen in den Gefäßen und den Abbau von Gewebe reduzieren. Zudem hat Vitamin E einen maßgeblichen Einfluss auf die Keimzellen. Bei Fruchtbarkeitsstörungen kann es sich daher als unerlässlich erweisen.

Wissenswertes über das Vitamin E auf einen Blick

Chemische BezeichnungTocopherol
Eigenschaftenfettlöslich, hitzebeständig
HauptvorkommenWeizenkeimöl und alle weiteren pflanzlichen Öle, Nüsse, Mandeln, Leinsamen, Sojabohnen, Schwarzwurzel, Vollkornprodukte, Margarine, Kohl, Peperoni, Avocado
Wirkungsweisestärkt Herz- und Blutkreislauf, Nerven, Muskeln und Immunsystem, bindet freie Radikale, entzündungshemmend, reguliert Cholesterinwerte und Hormonhaushalt
UnterversorgungMüdigkeit, Reizbarkeit, Unlust, Muskelschwund, Konzentrationsstörungen, verringertes Leistungsvermögen, schlechte Wundheilung, Störungen der Fruchtbarkeit
ÜberdosierungSchwindel, Übelkeit, Müdigkeit, Muskelschwäche, Magen-Darm-Probleme, schlechte Wundheilung (kommt nur bei Überdosierung in Form von Nahrungsergänzungsmitteln und Präparaten vor)
Erhöhter BedarfSäuglinge, Kleinkinder, Diabetiker, bei Einnahme von Abführmitteln und hohem Alkoholkonsum
Tagesbedarfca. 10-20 mg

Tocopherole in Lebensmitteln

Vitamin E ist in großen Mengen in pflanzlichen Fetten, Ölen und Nüssen enthalten.

Besonders reich an Tocopherolen sind:

Mandeln oder Sonnenblumenkerne als Snack, Haselnusskekse oder ein Spritzer Olivenöl über den Salat dürfen also ruhig täglich auf dem Speiseplan stehen. Selbst wenn die Fette und Öle zum Braten oder Frittieren eingesetzt werden, enthalten sie noch E Vitamine.

Denn diese sind recht hitzebeständig. Der Gehalt ist frisch und unbehandelt jedoch höher.

E Vitamine als Hautpflege

Vitamin E hat nicht nur im Körper einige bedeutende Vorzüge. Auch die Haut kann von ihm profitieren. Besonders bei trockener Haut, Fältchen, Narben, Neurodermitis und Dehnungsstreifen ist eine Behandlung mit Tocopherolen sinnvoll.

Vitamine E für eine gesunde Haut
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Haut

Besonders trockene Haut soll von Cremes mit Vitamin E profitieren. Auch eine Vitamin-E-reiche Kost ist ideal, um ein gesundes Hautbild zu erreichen.

Aus diesem Grund enthalten zahlreiche Pflegeprodukte Vitamin E. Eine einfache, kostengünstige und natürliche Alternative zu diesen ist Mandelöl. Dieses kann äußerlich und innerlich angewendet werden.

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Durch Cremes mit Vitamin E sollen Alterungsprozesse verlangsamt und ein junges, frisches Hautbild gefördert werden.

Wann ist eine gesteigerte Vitamin E Zufuhr sinnvoll?

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Die Infografik beinhaltet alle wissenswerten Fakten über das Vitamin E – Klicken zum Vergrößern

Vitamin E ist ein Vitalstoff, der vom menschlichen Körper nicht selbst hergestellt werden kann.

Eine ausreichende Zufuhr über die Nahrung ist daher ausgesprochen wichtig.

Dennoch stellen sich ausgeprägte Mangelzustände bei Erwachsenen nur ausgesprochen selten ein, da Tocopherole im Organismus gespeichert werden können.

Der kindliche Körper und vor allem Säuglinge hatten dazu noch keine Gelegenheit, weswegen ein Mangel bei ihnen schneller entsteht. Und auch Diabetiker und Menschen, die Abführmittel einnehmen, haben einen erhöhten Bedarf an Vitamin E.

Ein erhöhter Bedarf an Vitamin E kann in diesen Fällen sinnvoll sein:

  • trockene Haut
  • Schlechte Wundheilung
  • Erschöpfung oder wenig Energie
  • Diabetes
  • erhöhte Thrombosegefahr
  • degenerative Erkrankungen
  • Arteriosklerose
  • Neurodermitis
  • Fruchtbarkeitsstörungen

Zu beachten ist hierbei, dass Vitamin E in natürlicher Form am besten wirkt. Denn für seine Effektivität benötigt er verschiedene Begleitstoffe.

Weiterhin kann es durchaus zu einer gefährlichen Überdosierung kommen. Bevor Tocopherole langfristig in einer hohen Dosierung eingenommen werden, sollte ein Mangel also ärztlich nachgewiesen und der individuelle Bedarf festgestellt werden.

Wissenschaftliche Fakten zur Synthese, Resorption und dem Transport

Vitamin E kann vom Menschen nur durch die Nahrung aufgenommen werden. Pflanzen sind hingegen in der Lage, den Stoff auch selbst durch eine Synthese herzustellen. Die Resorption des durch die Nahrung aufgenommenen Vitamins E findet im menschlichen Körper im Dünndarm statt.

Die Synthese von Vitamin E

Pflanzen sind in der Lage, das Vitamin durch eine Synthese selbst zu produzieren. Das daraus entstehende racemische Gemisch ist jedoch sehr instabil und wird deswegen meist noch mit einer Acetyl-Gruppe versehen. Diese wiederum haben keine antioxydativen Eigenschaften.

Aufgrund der Synthese sind vor allem Pflanzen reich an an dem Vitamin. Doch auch Tiere, die sich hauptsächlich von Pflanzen ernähren, bieten dem Menschen eine gute Quelle für diesen wichtigen Stoff.

Die Resorption von Vitamin E

Wie alle fettlöslichen Vitamine, wird auch das E-Vitamin im Dünndarm resorbiert, sprich aufgenommen. Wichtig für diesen Prozess sind unter anderem:

  • Nahrungsfette als Transportmittel
  • Gallensäuren zur Solubilisierung
  • Verdauungsenzymen aus der Bauchspeicheldrüse zur Spaltung des Vitamins

Untersuchungen haben gezeigt, dass sowohl die Resorption von natürlichem als auch synthetisiertem E-Vitamin äußerst gut für den menschlichen Körper ist und es dabei keine Unterschiede gibt. Dennoch kann das natürliche Vitamin länger im Blut zurückgehalten werden.

Transport und Verteilung im menschlichen Körper

Wie alle Stoffe kann auch das E-Vitamin seine Wirkung im menschlichen Körper erst richtig entfalten, wenn es dort verteilt wird. Der Transport und die Verteilung erfolgen in erster Linie mithilfe des α-Tocopherol-Transfer-Proteins – kurz α-TTP.

Transport mithilfe von Lipoproteinen

Nach der Resorption des Vitamins im Dünndarm wird dieses zunächst in die Leber transportiert und dort in die VLDL („very low density lipoproteins“, also fetthaltige Lipoproteine mit einer sehr geringen Dichte) eingebaut. Anschließend werden diese Lipoproteine in das Blut gebracht und durch die Abgabe von Fetten in LDL umgewandelt. In dieser Form kann das Vitamin E schließlich vom Gewebe aufgenommen und eingelagert werden. Der Transport und die Verteilung im Fettgewebe sorgen dafür, dass die dort befindlichen Zellen mit dem Vitamin angereichert werden. Dies ist der Grund, warum Vitamin E unter anderem so gut für eine gesunde Haut ist.

Für den Transport und die Verteilung von Vitamin E sind folgende Faktoren notwendig:
  • Das α-Tocopherol-Transfer-Protein
  • Der Blutkreislauf beziehungsweise das Blutplasma

Das α-Tocopherol-Transfer-Protein bindet und transportiert bevorzugt das RRR-alpha-Tocopherol, eine der verschiedenen Erscheinungsweisen des E-Vitamins.

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