Saccharose - Informationen rund um den Haushaltszucker

Saccharose - Informationen rund um den Haushaltszucker

Saccharose - Die wichtigsten Fakten

  • Saccharose (auch Rohrzucker oder Rübenzucker) gehört biochemisch zur Gruppe der Kohlenhydrate und besteht als Disaccharid aus einem Molekül D-Glucose und einem Molekül D-Fructose.
  • Einfacher ausgedrückt handelt es sich um süß schmeckenden Haushaltszucker.
  • Dieser wird hauptsächlich aus Zuckerrüben und dem Zuckerrohr gewonnen.
  • In der Natur wird Saccharose zudem von Pflanzen durch Fotosynthese hergestellt, hat eine hohe wasserlösliche Eigenschaft und ist für die Ernährung von allen vorhandenen Zuckerarten die wichtigste Zuckerart.

Saccharose - ein Überblick über die Zuckerarten

Neben dem üblichen Zucker gibt es auch noch weitere Zuckersorten:

Saccharose - Verwirrung des "Zuckerfrei" Slogans

Im Lebensmittelrecht wird als Zucker nur Saccharose (also üblicher Haushaltszucker) aufgefasst. Verständlicherweise werden viele Verbraucher daher durch den "Zuckerfrei-Slogan" in die Irre geführt.

Natürlich kann es vorkommen, dass in zuckerfreien Produkten zwar keine Saccharose enthalten ist, aber dafür einer der aufgezählten anderen Zuckerarten. Dem Verbraucher wird aber dennoch ein gesundes Produkt vorgestellt, welches natürlich nicht dem realen Bild entspricht.

Negative Auswirkungen hat das "zuckerfreie" Produkt in gleichem Maß: Auf die Zähne oder in Bezug auf die Fitness. Denn die aufgenommene Energiemenge ist dieselbe.

Auf der Zutatenliste findet sich Zucker in Lebensmitteln, in denen es zunächst nicht direkt vermutet wird. Darunter fallen Wurst, Fertigsoßen oder Ketchup und Senf. Wer also auf eine schlanke Linie achtet, sollte sich die Verpackung und den Inhalt des Produkts genau ansehen. Senf beispielsweise gibt es mit oder ohne Zucker.

Der Verbraucher hat die Wahl - er muss dies nur zunächst überhaupt wissen.

  • Um sich zu merken, hinter welchem Begriff sich ein Zucker verbirgt, kann man sich bezüglich der Fremdwörter einprägen, dass die Endungen dieser Wörter oft auf "-ose" enden.

Saccharoseintoleranz - die Unverträglichkeit gegen Haushaltszucker

Vertragen betroffene Personen keine Saccharose wird der gewöhnlicher Haushaltszucker im Körper nicht oder nur teilweise abgebaut. Der Grund dafür liegt in einem Enzymmangel beziehungsweise einem Enzymdefekt des Enzyms Ducrase-Isomaltase.

Symptome der Unverträglichkeit sind typische Bauchbeschwerdesymptome wie Bauchschmerzen, Übelkeit und auch Erbrechen. Diese entstehen, da durch den nicht genügenden Abbau der Saccharose im Körper Restteile des Zuckers durch die nicht stattfindende Verstoffwechselung im Dickdarm zurückbleiben und dort zu Wasser sowie Kohlendioxid abgebaut werden.

Betroffene sollten daher Nahrungsmittel, die den Haushaltszucker enthalten von ihrem täglichen Speiseplan streichen. Der übliche Zucker kann in der täglichen Ernährung durch Trauben-, Milch- oder Fruchtzucker (Glukose, Laktose, Fruktose) ersetzt werden.


Quellen

Müller, Sven-David / Vogt, Michael / Nothmann, Doreen: Moderne Ernährungsmärchen: Was ist dran an: Zucker macht krank, Eier erhöhen den Cholesterinspiegel
Brendel, Detlef / Müller, Sven-David: Die Zucker-Lüge: Wie das Lebensmittel-Kartell uns einredet, dass Essen krank macht
Opitz / Schmid: Stoffwechsel, Ernährung, Verdauung
Vernetztes Studium Chemie: Saccharose
Helmich, Ulrich: Saccharose


Diesen Artikel teilen: facebook-30x32 twitter-30x32 google-plus-30x32

Auch interessant