Histaminintoleranz heilen - Essenstherapie als Schlüssel

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Histaminintoleranz heilen - Die wichtigsten Fakten

  • Histaminintoleranz heilen ist nach heutigem Erkenntnisstand nicht möglich.
  • Die "Heilung" der Intoleranz bzw. die Linderung der Symptome kann lediglich in Form einer histaminfreien oder histaminreduzierten Kost stattfinden.
  • Ausnahme: Falls die Histaminintoleranz durch eine Grunderkrankung (beispielsweise eine Darmerkrankung) ausgelöst worden ist, bestehen gute Chancen bei Heilung dieser, auch die Beschwerden der Intoleranz los zu sein.

Histaminintoleranz heilen - Basiswissen

Da die Heilung nur in einer Essenstherapie liegen kann, müssen Betroffene auf Histamin in ihrer täglichen Nahrung verzichten oder versuchen, den Histamingehalt zu reduzieren.

Die Lagerung der Lebensmittel sollte daher generell:

  • dunkel
  • kühl
  • nur so lange wie möglich

erfolgen.

  • Je nach Reifegrad kann der Histamingehalt zum Beispiel bei Käse stark variieren und daher auch stark erhöht sein. Als kleiner Tipp gilt: Käse hält sich in der Folie mit einem Apfelschnitz verpackt länger frisch.

Histaminintoleranz heilen - ein Lernprozess

Betroffene einer Histaminintoleranz müssen individuell lernen, welche Mengen an Histamin vertragen werden.

  • Bei jedem Betroffenen ist die Unverträglichkeit in einem unterschiedlichen Schweregrad ausgeprägt.

Durchschnittlich werden etwa 4 Milligramm an Histamin durch die Nahrungsmittel aufgenommen. Hat der Körper aber Schwierigkeiten das zugeführte Histamin abzubauen, können bereits geringe Mengen von 15-30 Mikrogramm unangenehme Symptome auftreten lassen.

Besonders diese Tatsache gilt es bei möglichen Therapiemöglichkeiten zu berücksichtigen und die Essgewohnheiten daran anzupassen. Viele Menschen können Histamin in geringen Mengen vertragen.

Die individuelle Toleranzgrenze kann man selbstständig im Eigentest herausfinden. In der sogenannten Testphase kann man dem Körper dabei geringe Mengen an histaminhaltigen Lebensmitteln zuführen - langfristig bedeutet das, dass die Betroffenen also nur auf die Lebensmittel verzichten sollten, auf die sie wirklich mit Beschwerden reagiert haben.


Quellen

Müller, Sven-David / Weißenberger, Christiane: Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz: Genießen erlaubt!
Burgerstein, Uli / Schurgast, Hugo / Zimmermann, Michael: Handbuch Nährstoffe: Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung
Kamp, Anne: Gesund essen bei Histaminintoleranz
Jarisch, Reinhart: Histaminintoleranz - Histamin und Seekrankheit
Schmiedel, Volker: Verdauung!: 99 verblüffende Tatsachen
Lutz, Inge: Histamin-Intoleranz: Ein Leben ohne Netz und doppelten Boden


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