Histaminintoleranz Test - Übersicht über die Testmethoden

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Histaminintoleranz Test - Die wichtigsten Fakten

  • Einen speziellen Histaminintoleranz Test, der die Histaminunverträglichkeit feststellt, gibt es nach bisherigem Erkenntnisstand nicht.
  • Unterschiedliche Laborparameter können dabei helfen, die richtige Diagnose zu treffen.
  • Als sicheres Mittel zur Feststellung der Histaminintoleranz gilt die Ausschlussdiagnose - eine Testphase, die eine Karenzzeit mit anschließender Provokation beinhaltet.

Histaminintoleranz Test - eine oft übersehene Krankheit entdecken

Die Diagnose Histaminintoleranz wird oft erst nach mehreren Anläufen festgestellt. Da es bisher keinen speziellen Histaminintoleranz Test gibt, suchen Ärzte bisher noch viel zu häufig nach anderen Ursachen für die auftretenden Symptome. Dabei werden Unverträglichkeiten wie Laktoseintoleranz oder Glutenunverträglichkeit vor einer Histaminintoleranz in Betracht gezogen.

  • Die Histaminunverträglichkeit dagegen wird durch ihre unterschiedlichen Symptome viel zu häufig übersehen. Denn bei kaum einer anderen Unverträglichkeit sind die Symptome so unterschiedlich wie bei der Histaminintoleranz. Ist die richtige Diagnose gestellt, kann ein beschwerdefreies Leben aber wieder möglich sein.

Bestimmte Laborparameter können helfen, bestimmte Werte herauszustellen, an denen die Histamintoleranz festzumachen ist. Dazu gehören Werte des Histaminspiegels im

  • Blut
  • Urin
  • Stuhlgang

Des Weiteren kann die Enzymaktivität (DAO-Aktivität) im Blut auf eine Histaminintoleranz hinweisen.

Histaminintoleranz Test - Diagnose durch Karenzwochen und Provokation

Betroffene, die vermuten an einer Histamintoleranz zu leiden, können bei Beobachtung der typischen Magen-Darm-Beschwerden, aber auch vielfältiger anderer Symptome, die im Grunde überall im Körper (Haut, Schleimhäute und auch der glatten Muskulatur) auftreten können, eine Testphase einleiten.

Dabei kann im Alleingang oder unter ärztlicher Aufsicht die Histaminunverträglichkeit festgestellt werden. Ähnlich dem Test der Laktoseintoleranz wird dem Körper dabei Histamin nach einer Karenzphase provokativ zugeführt.

Im ersten Schritt der Testphase können Ärzte durch den Ausschluss bestimmter Allergien und Unverträglichkeiten, die dem Symptombild einer Histaminunverträglichkeit ähnlich sind, helfen den wahren Grund der Beschwerden näherzukommen. Hier kann ein Prick-Test (Hauttest) unterstützend angewendet werden.

In der anschließenden Karenzphase sollte dem Körper kein Histamin zugeführt werden. Histaminhaltige Lebensmittel und Histaminliberatoren sollten komplett aus dem täglichen Speiseplan gestrichen werden. Schon nach wenigen Tagen sollte sich an dieser Stelle der Testphase zeigen, ob die histaminfreie Kost die Beschwerden lindert.

Es wird jedoch empfohlen, die Testphase für einen ganzen Monat zu vollziehen. Falls die Symptome nachlassen, kann die gezielte, aber vorsichtige Provokation mit Histamin erfolgen. Zeigen sich nach der Provokation erneut die schmerzhaften Symptome ist das Ergebnis einer Unverträglichkeit auf Histamin positiv.


Quellen

Schleip, Thilo / Lübbe, Isabella: Köstlich essen bei Histamin-Intoleranz
Nesterenko, Sigi: Histaminintoleranz - die unentdeckte Krankheit: Histamin, eine häufige Ursache für Allergien, Nahrungsmittelintoleranzen und vieles mehr!
Müller, Sven-David / Weißenberger, Christiane: Ernährungsratgeber Histamin-Intoleranz: Genießen erlaubt!
Kamp, Anne: Gesund essen bei Histaminintoleranz


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