Sorbitfreie Lebensmittel - Tipps zur Erkennung

Sorbitfreie Lebensmittel - Die wichtigsten Fakten

  • Sorbit in seiner Reinform ist ein Zuckeralkohol, der in der Lebensmittelindustrie als Zusatzstoff bzw. Zuckerersatzstoff verwendet wird.
  • Sorbit muss bei abgepackten Lebensmitteln auf der Zutatenliste angegeben werden.
  • Sorbithaltige Zusatzstoffe finden sich unter den E-Nummern 420, 432, 433, 434, 435 und 436.

Sorbitfreie Lebensmittel erkennen und sorbithaltige Lebensmittel meiden

Da Sorbit bei abgepackten Lebensmitteln auf der Zutatenliste angegeben werden muss, erkennt man sorbitfreie Lebensmittel am besten nach dem "Ausschlussprinzip". Grundsätzlich kann man sich aber an folgende Faustregeln halten:

  • Sorbit ist in fast allen Diabetikernahrungsmitteln enthalten.
  • Als Zuckeraustauschstoff ist Sorbit zudem in Diät- und Lightprodukten enthalten.
  • Auch Zahnpflegemittel, Zahnpflegekaugummis und Lutschpastillen enthalten meist Sorbit.
  • Da Sorbit in seiner natürlichen Form in sehr vielen Obstsorten vorkommt, sind Obstkonserven und Obsterzeugnisse wie Marmeladen oder Kompott oftmals sorbithältig.

Sorbitfreie Lebensmittel - eine Auflistung

Es gibt jedoch auch viele sorbitfreie Lebensmittel, bei denen man ohne Blick auf die Zutatenliste oder in das Ernährungslexikon davon ausgehen kann, das keine oder nur sehr geringe Mengen Sorbit enthalten sind. Hierzu zählen

Unbedenkliche Gemüsesorten sind Erbsen, Spinat, Spargel, Blumenkohl, Brokkoli, gegarte Pilze, Mangold, Gurken, Kürbis, Sellerie, Zucchini, Tomaten, Mohrrüben, rote Bete, Pastinaken, Kohlrabi, roter Paprika, gelber Paprika, Oliven.

  • Die meisten Obstsorten enthalten Sorbit. Wer nicht ganz auf Obst verzichten möchte, kann kleine Mengen Bananen essen. Auch Litschis oder Rhabarber können bei Sorbitunverträglichkeit in kleinen Mengen verspeist werden.

Bei Unverträglichkeit sorbithaltige Lebensmittel meiden

Eine Sorbitunverträglichkeit erkennt man dadurch, dass nach dem Verzehr von bestimmten Speisen Beschwerden im Magendarmtrakt entstehen. Hierzu zählen Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfälle. Treten diese Symptome öfters nach dem Essen auf, sollte eine Zeit lang auf sorbitfreie Kost umgestellt werden. Bessern sich die Symptome, liegt aller Voraussicht nach eine Unverträglichkeit oder Intoleranz vor. Um sicher zu gehen, kann diese beim Arzt oder in einem Diagnosezentrum mit Hilfe eines H2-Atemtests nachgewiesen werden.

  • Bei einer Sorbitunverträglichkeit kann der Magen das Sorbit nicht vollständig abbauen, sodass Rückstände im Darm verbleiben. Dies führt zu den beschriebenen Beschwerden.

Quellen

Kamp, Anne / Schäfer, Christiane: Köstlich essen Fruktose, Laktose & Sorbit
Lückerath, Eva / Müller, Sven-David: Diätetik und Ernährungsberatung


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